1 .1 | Kurgeschichte

Beschreibung

Verglichen mit alteingesessenen Kurorten der europäischen Bäderlandschaft, startet Neuenahr seine Geschichte als Heilbad recht spät, dafür umso wirkungsvoller.
Dies verdankt es zum einen seiner idyllischen Lage, die in der Spätromantik sehr begehrt war, aber auch der Wirkung seiner drei warmen, alkalischen Quellen. Die Gründerväter untersuchten das Wasser in den 1850er Jahren und gründeten eine Kuranstalt. So wuchs im Grünland zwischen den drei Winzer- und Bauerndörfern Wadenheim, Beul und Hemmessen und im Bereich der Ahrauen eine Kuranstalt, benannt nach einem lokalen Grafengeschlecht der Grafen von „Neuenare“. Dieser Name ging später auf die ganze Gemeinde über.
Die warmen Quellen von Bad Neuenahr eignen sich für eine äußere Anwendung bei Gelenk- und Hauterkrankungen, als Dampfbäder bei Atemwegserkrankungen, wie der zur Gründungszeit weit verbreiteten Tuberkulose, und für Trinkkuren, insbesondere bei Stoffwechselerkrankungen – so zur Linderung der Diabetes.
Mit oder ohne medizinische Indikation: Bald stellte sich im jungen Bad Neuenahr der europäische Adel und Geldadel ein.
Die Quellenweihe erfolgte 1858 durch Prinzessin Auguste, Gattin des preußischen Prinzregenten Wilhelm – dem späteren deutschen Kaiser Wilhelm I.
Die Kurgastzahlen erreichten bis zum I. Weltkrieg 20.000 im Jahr.